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Multimodale Kulturgeschichte(n)

Soeben herausgekommen: Der Band „Schneller, bunter, leichter. Kommunikationsstile im medialen Wandel“, herausgegeben von Lisa Blasch, Daniel Pfurtscheller und Thomas Schröder bei Innsbruck University Press, vereint neben grundlegenden Reflexionen zahlreiche empirisch fundierte Fallbeispiele des aktuellen und historischen Medienwandel. Unter anderem geht es um Tendenzen des Journalismus im Zuge der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise, um Boulevardisierung und Storytelling, um (neue) multimodale Formate wie Spielshows, Reportagen und Dokumentationen, um die mediale Aufbereitung von Diskursen, um den Sprach- und Stilwandel in Zeitungen oder Anleitungen, zudem um partizipative Potenziale journalistischer Online-Medien, aber auch in der Museumskommunikation. Mein eigener Beitrag beschäftigt sich mit dem strukturellen und inhaltlichen Wandel der ARD-Jahresrückblicke seit 1952, der als eine Art „multimodale Kulturgeschichte“ der Bundesrepublik rekonstruiert werden kann: Jeder Zeitabschnitt steht für andere Formen und Funktionen kollektiven Erinnerns, aber auch unterschiedliche redaktionelle „Erinnerungspolitiken“, wie an zahlreichen Beispielen aus sechs Jahrzehnten gezeigt wird.

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Handbuch zur Analyse multimodaler Kommunikate

coverGerade erschienen ist das Handbuch „Sprache im multimodalen Kontext“, herausgegeben von Nina-Maria Klug und Hartmut Stöckl in der Reihe „Handbücher Sprachwissen“. Darin enthalten sind auch zwei Beiträge von mir: zum einem zum „Kulturvergleich“ am Beispiel der international vergleichenden Analyse der multimodalen Gestaltung von TV-Jahresrückblicken; zum anderen der zusammen mit Daniel Perrin und Sascha Michel verfasste Artikel „Produktionsforschung“, in dem das „Doing Multimodality“ in Redaktionen am Beispiel von Nachrichtenfilmen und Fernsehprogrammtrailern aufgezeigt wird. Wie auch bei allen anderen Beiträge des Handbuchs gehen hier theoretisch-methodologische Reflexion sowie empirische Fallanalysen einher. Hier das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs, das bei de Gruyter erschienen ist.