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TV-Jahresrückblicke als diskurspolitisches Instrument im Wandel

titel_jahresrueckblickeEin weiterer Artikel zur „,medienkulturlinguistischen“ Analyse von TV-Jahres- und Jahrhundertrückblicken ist gerade in der polnisch-deutschen Online-Zeitschruft „tekst i dyskurs / text und diskurs“ erschienen. Hier reflektiere ich vor allem die kulturelle und diskurpolitische Bedeutung dieser Rückblicke im deutschen Fernsehen und gebe auch einen kurzen Abriss zum historischen Wandel dieser Textsorte.  Hier der online verfügbare Artikel zum Download.

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Zur multimodalen Konstruktion von Expertenwissen im TV

265533_cover_frontEin weiterer Beitrag ist heute erschienen: Am Beispiel des Klimawandel-Diskurses in Fernsehdokumentationen habe ich die Frage untersucht, wie sich Experten selbst verbal wie nonverbal als solche darstellen (‚Doing being an expert‘) und wie sie aber auch von den jeweiligen Fernsehschaffenden mit multimodalen Mitteln erst zu Experten gemacht werden (‚Doing presenting an expert‘) – oder aber wie die Glaubwürdigkeit unliebsamer Experten in Zweifel gezogen werden kann. Ergebnis ist ein recht unproduktiver „Clash of experts“, bei dem die Information der Zuschauer leicht auf der Strecke bleiben kann. Der Artikel ist erschienen im Sammelband von Alexandra Groß und Inga Harren, in dem vor allem gesprächsanalytische Arbeit zur Wissenskommunikation in Institutionen versammelt sein – als Beitrag zur angewandten Linguistik.


Artikel zu Einspielern in Polittalks

Gerade erschienen ist ein Artikel von mir zur multimodalen Argumentation in Videoeinspielern in der Politischen Diskussion Hart aber fair. Der Beitrag ist erschienen im Sammelband „Polit-Talkshow. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein multimodales Format“, der von Heiko Girnth und Sascha Michel herausgegeben wird.

Titel

Hier der Klappentext zum Band: Untersuchungen zu politischen Diskussionssendungen führen vielfach zu medienkritischen Einschätzungen des Formats, basierend auf der Auswahl von Themen, Gästen oder der Diskussionsführung. Medienlinguistische Analysen etwa zeigen, dass prototypische Charakteristika von Diskussionen (Themenverlauf, Sprecherwechsel etc.) hier gerade nicht erfüllt werden, die „Diskussionen“ somit eine Inszenierung darstellen. In der modernen multimedialen Zeit findet diese Inszenierung nicht mehr alleine und schwerpunktmäßig auf der Ebene der Sprache statt, sondern im multimodalen Zusammenspiel mit den Zeichensystemen Bild und Ton. In der Folge weitet sich der medienlinguistische Fokus von der Betrachtung des Kommunikats auf die Kommunikator-, Rezeptions- und Aneignungsforschung aus.
Der vorliegende Band nähert sich diesen Aspekten aus interdisziplinärer Perspektive an, indem zunächst theoretische Grundlagen zu Format und multimodaler Figuration erörtert werden. Anschließend werden empirische Analysen ausgewählter Sequenzen unterschiedlicher Polit-Talkshows zu Text-Bild- und Bild-Text-Transkriptionen sowie zum Phänomen des (Re-)Framings vorgestellt. Ein Blick auf die Rezeption und Aneignung von Multimodalität rundet den innovativen Band ab.

Die Beiträger:

Christoph Bertling, Ellen Fricke, Heiko Girnth, Emo Gotsbachner, Ernest W. B. Hess-Lüttich, Werner Holly, Angela Keppler, Josef Klein, Michael Klemm, Friedrich Krotz, Gerda Lauerbach, Marcus Maurer, Sascha Michel, Jörg-Uwe Nieland, Carsten Reinemann