Schlagwort-Archive: Bachelorstudiengang

Kuwifunk

Heute möchte ich auf ein Audioblog aufmerksam machen, das aus einem Hörfunk-Projektseminar im Koblenzer Bachelorstudiengang Kulturwissenschaft entstanden ist: kuwifunk.

Hier die Selbstbeschreibung des Blogs:

Typisch deutsche Kultur – gibt’s das eigentlich noch in einer zunehmend multikulturellen und globalisierten Gesellschaft? Stiften vorgeblich deutsche Traditionen, Lebensweisen und Produkte kulturelle Identität – oder stehen sie eher für Provinzialität und Antiquiertheit? „Typisch deutsch?!“ – wohlgemerkt mit Fragezeichen und Ausrufezeichen versehen – lautete das Motto eines Podcast-Projekts an der Koblenzer Universität, durchaus ernst und augenzwinkernd zugleich gemeint.

Ziel war es, deutsche Kultur oder deren Verschwinden in kurzen „lebendigen“ Radio-Features hörbar, erlebbar, verstehbar zu machen. 15 Studentinnen des Bachelor-Studiengangs Kulturwissenschaft gingen dafür an unterschiedlichsten Orten auf Spurensuche. Sie fragten auf der Straße oder auf Schulhöfen nach, beleuchteten Migrationshintergünde, stiegen hinab in Weinkeller oder hinauf in Chrorproben, erkundeten die Bedeutung deutscher Dialekte, Namen, Sprichwörter oder Märchen, ergründeten unsere angebliche Normierungswut oder den Stolz aufs „Made in Germany“, befragten Akteure und Experten. Herausgekommen sind zehn Podcasts und ein sehr vielseitiges Patchwork deutscher oder nicht mehr so deutscher Alltagskultur, so allgegenwärtig wie unsichtbar. Aber hören Sie selbst.

Momentan basteln wir gerade mit einer anderen Projektgruppe an Podcasts zur komplementären Thematik: „Die Sehnsucht nach dem Fremden“. Wie und wo suchen wir uns im Alltag gezielt fremde Einflüsse, um unser Leben zu bereichern oder gar in eine andere Richtung zu lenken? Wie vermischen sich „eigene“ und „fremde“ Kultur? Wie reagiert die Umwelt auf solche „Exotisierungen“? Recherchiert wird derzeit unter anderem in der Moschee, in Kochkursen und Restaurants, in Yoga-Sitzungen und Cheerleader-Trainings, in deutschen (?) Wohnzimmern und internationalen Unternehmen, auf Koblenzer Straßen oder gar im „Mittelalter“.