Archiv der Kategorie: Politische Kommunikation

Vorfreude auf die „Audiovisuelle Rhetorik brisanter Diskurse“

AudiovisuelleRhetorikPlakatVom 8. bis 10. Juni 2018 findet am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau die Tagung „Audiovisuelle Rhetorik brisanter Diskurse“ statt. WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen diskutieren an drei Tagen, wie aktuelle brisante Themen – zum Beispiel Neue Rechte, Populismus, „Flüchtlingskrise“, „Fake News“, „Hate Speech“ – in Wort, Bild und Ton rhetorisch aufbereitet werden. Dazu gehören unter anderem Werbeplakate und Wahlwerbespots, Propagandamaterial und politisches Design im Allgemeinen, die in Vorträgen und interaktiven Datensitzungen analysiert und diskutiert werden. Die Tagung findet in den Räumen des Campus Koblenz in F313 und F314 statt.

Im Rahmen der Tagung findet am Samstag, dem 9. Juni, um 19 Uhr ein Vortrag mit anschließender Diskussion im Museum Ludwig (Danziger Freiheit 1 in Nähe des Deutschen Ecks) statt: Der Publizist und Pädagoge Prof. Dr. Micha Brumlik referiert zum Diskurs der ‚Neuen Rechten’.

Die Tagung wird vom Seminar Medienwissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft in Kooperation mit dem Schwerpunkt Rhetorik der Universität Koblenz-Landau unter der Leitung von apl. Prof. Dr. Francesca Vidal und Prof. Dr. Michael Klemm veranstaltet. Bei der Planung und Durchführung der Tagung werden sie von Studierenden des Koblenzer Masterstudiengangs Kulturwissenschaft unterstützt. Die Tagung ist zudem Teil der Koblenzer Demokratiewochen.

Der Eintritt zur gesamten Tagung ist frei, um Anmeldung über die Website wird gebeten.

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Multimodale Kulturgeschichte(n)

Soeben herausgekommen: Der Band „Schneller, bunter, leichter. Kommunikationsstile im medialen Wandel“, herausgegeben von Lisa Blasch, Daniel Pfurtscheller und Thomas Schröder bei Innsbruck University Press, vereint neben grundlegenden Reflexionen zahlreiche empirisch fundierte Fallbeispiele des aktuellen und historischen Medienwandel. Unter anderem geht es um Tendenzen des Journalismus im Zuge der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise, um Boulevardisierung und Storytelling, um (neue) multimodale Formate wie Spielshows, Reportagen und Dokumentationen, um die mediale Aufbereitung von Diskursen, um den Sprach- und Stilwandel in Zeitungen oder Anleitungen, zudem um partizipative Potenziale journalistischer Online-Medien, aber auch in der Museumskommunikation. Mein eigener Beitrag beschäftigt sich mit dem strukturellen und inhaltlichen Wandel der ARD-Jahresrückblicke seit 1952, der als eine Art „multimodale Kulturgeschichte“ der Bundesrepublik rekonstruiert werden kann: Jeder Zeitabschnitt steht für andere Formen und Funktionen kollektiven Erinnerns, aber auch unterschiedliche redaktionelle „Erinnerungspolitiken“, wie an zahlreichen Beispielen aus sechs Jahrzehnten gezeigt wird.


Bilder der Demokratie und des Populismus

Gerade erschienen ist der Tagungsband zum Kulturpolitischen Forum an der Evangelischen Akademie Tutzing im März 2017, das sich mit dem Thema „Politisches Design – Demokratie gestalten“ beschäftigt hat. Darin auch mein Beitrag Audiovisuelle Inszenierungen der Demokratie – und/oder des Populismus? Zur Analyse und Interpretation audiovisueller Politik im interkulturellen Vergleich. Auch die anderen Beiträge dieses interdisziplinären Bandes mit Diskussionsimpulsen von Architekten, Designern, Städteplanern, Kulturschaffenden, Künstlern, Politikern, Kommunikations- und Sprachwissenschaftlern wie auch Praktikern sind äußerst lesenswert. Ein Thema mit Zukunft.


TV-Duell und Social-TV: Artikel in aptum

Soeben erschienen ist das Themenheft der Zeitschrift aptum mit medienlinguistischen Analysen zum letztjährigen Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz. Darunter ist auch ein Beitrag von Sascha Michel und mir zur Aneignung des TV-Duells zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner im Social TV: „TV-Duell und Elefantenrunde: Social TV zwischen Deliberation und Wahlkampfarbeit“. Darin zeigen wir mit quantitativen wie qualitativen Methoden, wie das Twittern während des TV-Duells hauptsächlich von den Parteien selbst zur virtuellen Wahlkampfarbeit und Mobilisierung der eigenen Anhänger genutzt wird – und das deliberative Potenzial des Social-TV somit ungenutzt bleibt. Der Band geht auf eine Tagung der AG Sprache in der Politik kurz vor der Landtagswahl zurück. Weitere Beiträge stammen von Sascha Michel (Wahlkampfsprache), Josef Klein (Inszenieungsstrategien der Spitzenkandidatinnen), Heiko Girnth (Persuasive Strategien), Steffen Pappert (Wahlplakate) und Walther Kindt (Argumentationsmuster). Ein Beitrag von Joachim Scharloth zum Populismus in den Wahlprogrammen erscheint im nächsten Heft.


TV-Jahresrückblicke als diskurspolitisches Instrument im Wandel

titel_jahresrueckblickeEin weiterer Artikel zur „,medienkulturlinguistischen“ Analyse von TV-Jahres- und Jahrhundertrückblicken ist gerade in der polnisch-deutschen Online-Zeitschruft „tekst i dyskurs / text und diskurs“ erschienen. Hier reflektiere ich vor allem die kulturelle und diskurpolitische Bedeutung dieser Rückblicke im deutschen Fernsehen und gebe auch einen kurzen Abriss zum historischen Wandel dieser Textsorte.  Hier der online verfügbare Artikel zum Download.


Verbale, visuelle, virale Politik: Artikel im Handbuch „Medienrhetorik“

coverGerade erschienen ist das Handbuch Medienrhetorik, herausgegeben von Arne Scheuermann und Francesca Vidal. In 28 Beiträgen werden unterschiedlichste Aspekte der Rhetorik in den wesentlichen heutigen Medien dargelegt, in systematischer, historischer oder analytischer Perspektive. Darunter auch mein Beitrag „World Wide Web: Politische Kommunikation online gestalten“. Ich unterscheide dabei zwischen verbaler, visueller und viraler Politik im Hinblick auf die Selbstdarstellung von PolitikerInnen auf ihren Websites und Social-Media-Profilen. Hier das Abstract zu diesem Aufsatz: „The Internet has been in use in German politics for some 20 years now. This has meant that politicians can avoid being controlled by the mass media and instead use their personal websites to speak to voters directly about their lives, their values, their activities and their aims, in both words and pictures. This “authentic” means of communication follows the patterns and strategies of “verbal” and “visual” politics. In recent years, political communication on social networks such as Facebook and Twitter has demanded new, special rhetorical skills for so-called “viral politics”. This paper discusses various forms and rhetorical requirements of “political impression management” on the Internet.


Artikel zu Einspielern in Polittalks

Gerade erschienen ist ein Artikel von mir zur multimodalen Argumentation in Videoeinspielern in der Politischen Diskussion Hart aber fair. Der Beitrag ist erschienen im Sammelband „Polit-Talkshow. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein multimodales Format“, der von Heiko Girnth und Sascha Michel herausgegeben wird.

Titel

Hier der Klappentext zum Band: Untersuchungen zu politischen Diskussionssendungen führen vielfach zu medienkritischen Einschätzungen des Formats, basierend auf der Auswahl von Themen, Gästen oder der Diskussionsführung. Medienlinguistische Analysen etwa zeigen, dass prototypische Charakteristika von Diskussionen (Themenverlauf, Sprecherwechsel etc.) hier gerade nicht erfüllt werden, die „Diskussionen“ somit eine Inszenierung darstellen. In der modernen multimedialen Zeit findet diese Inszenierung nicht mehr alleine und schwerpunktmäßig auf der Ebene der Sprache statt, sondern im multimodalen Zusammenspiel mit den Zeichensystemen Bild und Ton. In der Folge weitet sich der medienlinguistische Fokus von der Betrachtung des Kommunikats auf die Kommunikator-, Rezeptions- und Aneignungsforschung aus.
Der vorliegende Band nähert sich diesen Aspekten aus interdisziplinärer Perspektive an, indem zunächst theoretische Grundlagen zu Format und multimodaler Figuration erörtert werden. Anschließend werden empirische Analysen ausgewählter Sequenzen unterschiedlicher Polit-Talkshows zu Text-Bild- und Bild-Text-Transkriptionen sowie zum Phänomen des (Re-)Framings vorgestellt. Ein Blick auf die Rezeption und Aneignung von Multimodalität rundet den innovativen Band ab.

Die Beiträger:

Christoph Bertling, Ellen Fricke, Heiko Girnth, Emo Gotsbachner, Ernest W. B. Hess-Lüttich, Werner Holly, Angela Keppler, Josef Klein, Michael Klemm, Friedrich Krotz, Gerda Lauerbach, Marcus Maurer, Sascha Michel, Jörg-Uwe Nieland, Carsten Reinemann


Tagung „Politische Kommunikation im Wandel“

Tagungsplakat zu #poko14

Tagungsplakat zu #poko14

Die Koblenzer Medienwissenschaft ist Ausrichter der Jahrestagung der Fachgruppe “Mediensprache und Mediendiskurse” der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) vom 20. bis 22. Februar 2014 auf dem Campus Koblenz in D239. Das Tagungsthema lautet „Politische Kommunikation im Wandel: Medien, Akteure, Formate – Theorien, Modelle, Forschungsmethoden“.  im Rahmenprogramm wird unter anderem eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema “Neue Kommunikation – neue Politik?” am Freitag, 21. Februar 2014 ab 20:30 Uhr im Koblenzer Ludwig-Museum stattfinden. Diskutieren werden u.a. Julia Klöckner (CDU), der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Kampagnenleiter Tobias Nehren (u.a. für den Onlinewahlkampf von Peer Steinbrück verantwortlich). der Chefredakteur der Rhein-Zeitung Christian Lindner sowie der Duisburger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Bieber. Moderator ist Holger Weinert vom Hessischen Rundfunk.

Hier der Programmflyer mit sämtlichen Vorträgen und Kontaktdaten. Viele weitere Informationen gibt es auf der Tagungswebsite und auch via Twitter (@dgpukkoblenz14 und #poko14), zudem wird ein Videostreaming der Tagung bereitgestellt.

Das Orgateam mit 10 Koblenzer Masterstudierenden

Das Orgateam mit 10 Koblenzer Masterstudierenden