Archiv der Kategorie: Multimodalität

TV-Duell und Social-TV: Artikel in aptum

Soeben erschienen ist das Themenheft der Zeitschrift aptum mit medienlinguistischen Analysen zum letztjährigen Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz. Darunter ist auch ein Beitrag von Sascha Michel und mir zur Aneignung des TV-Duells zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner im Social TV: „TV-Duell und Elefantenrunde: Social TV zwischen Deliberation und Wahlkampfarbeit“. Darin zeigen wir mit quantitativen wie qualitativen Methoden, wie das Twittern während des TV-Duells hauptsächlich von den Parteien selbst zur virtuellen Wahlkampfarbeit und Mobilisierung der eigenen Anhänger genutzt wird – und das deliberative Potenzial des Social-TV somit ungenutzt bleibt. Der Band geht auf eine Tagung der AG Sprache in der Politik kurz vor der Landtagswahl zurück. Weitere Beiträge stammen von Sascha Michel (Wahlkampfsprache), Josef Klein (Inszenieungsstrategien der Spitzenkandidatinnen), Heiko Girnth (Persuasive Strategien), Steffen Pappert (Wahlplakate) und Walther Kindt (Argumentationsmuster). Ein Beitrag von Joachim Scharloth zum Populismus in den Wahlprogrammen erscheint im nächsten Heft.


TV-Jahresrückblicke als diskurspolitisches Instrument im Wandel

titel_jahresrueckblickeEin weiterer Artikel zur „,medienkulturlinguistischen“ Analyse von TV-Jahres- und Jahrhundertrückblicken ist gerade in der polnisch-deutschen Online-Zeitschruft „tekst i dyskurs / text und diskurs“ erschienen. Hier reflektiere ich vor allem die kulturelle und diskurpolitische Bedeutung dieser Rückblicke im deutschen Fernsehen und gebe auch einen kurzen Abriss zum historischen Wandel dieser Textsorte.  Hier der online verfügbare Artikel zum Download.


Verbale, visuelle, virale Politik: Artikel im Handbuch „Medienrhetorik“

coverGerade erschienen ist das Handbuch Medienrhetorik, herausgegeben von Arne Scheuermann und Francesca Vidal. In 28 Beiträgen werden unterschiedlichste Aspekte der Rhetorik in den wesentlichen heutigen Medien dargelegt, in systematischer, historischer oder analytischer Perspektive. Darunter auch mein Beitrag „World Wide Web: Politische Kommunikation online gestalten“. Ich unterscheide dabei zwischen verbaler, visueller und viraler Politik im Hinblick auf die Selbstdarstellung von PolitikerInnen auf ihren Websites und Social-Media-Profilen. Hier das Abstract zu diesem Aufsatz: „The Internet has been in use in German politics for some 20 years now. This has meant that politicians can avoid being controlled by the mass media and instead use their personal websites to speak to voters directly about their lives, their values, their activities and their aims, in both words and pictures. This “authentic” means of communication follows the patterns and strategies of “verbal” and “visual” politics. In recent years, political communication on social networks such as Facebook and Twitter has demanded new, special rhetorical skills for so-called “viral politics”. This paper discusses various forms and rhetorical requirements of “political impression management” on the Internet.


Zur multimodalen Konstruktion von Expertenwissen im TV

265533_cover_frontEin weiterer Beitrag ist heute erschienen: Am Beispiel des Klimawandel-Diskurses in Fernsehdokumentationen habe ich die Frage untersucht, wie sich Experten selbst verbal wie nonverbal als solche darstellen (‚Doing being an expert‘) und wie sie aber auch von den jeweiligen Fernsehschaffenden mit multimodalen Mitteln erst zu Experten gemacht werden (‚Doing presenting an expert‘) – oder aber wie die Glaubwürdigkeit unliebsamer Experten in Zweifel gezogen werden kann. Ergebnis ist ein recht unproduktiver „Clash of experts“, bei dem die Information der Zuschauer leicht auf der Strecke bleiben kann. Der Artikel ist erschienen im Sammelband von Alexandra Groß und Inga Harren, in dem vor allem gesprächsanalytische Arbeit zur Wissenskommunikation in Institutionen versammelt sein – als Beitrag zur angewandten Linguistik.


Neu erschienen: Aufsatz über Reiseblogs

Titel_Websites_SightseeingGerade erschienen ist ein Beitrag von mir über Reiseblogs: „Ich reise, also blogge ich. Wie Reiseberichte im Social Web zur multimodalen Echtzeit-Selbstdokumentation werden.“ Veröffentlicht wurde er im Sammelband von Kornelia Hahn und Alexander Schmidl „Websites & Sightseeing. Tourismus in Medienkulturen“ im Verlag  Springer VS. Im Beitrag geht es über Reiseblogs von Weltreisenden als multimodale Echtzeit-Dokumentationen des eigenen Lebens, die manches aus klassischen Reiseberichten à la Forster oder Goethe behalten haben, zugleich aber auch neue Formen der audiovisuellen Selbstdarstellung des ‚Reisenden‘ (in Abgrenzung zum ‚Touristen‘) entwickeln. Der Band insgesamt versammelt unterschiedlichste Beiträge aus Soziologie, Tourismusforschung und Medienwissenschaft, die untersuchen, wie touristische Erfahrungen medial verarbeitet werden und wie umgekehrt mediale Formen touristische Erfahrungen vorprägen, so dass sich neue Interaktionsordnungen und Erlebensstrukturen herausbilden.


Artikel zu Einspielern in Polittalks

Gerade erschienen ist ein Artikel von mir zur multimodalen Argumentation in Videoeinspielern in der Politischen Diskussion Hart aber fair. Der Beitrag ist erschienen im Sammelband „Polit-Talkshow. Interdisziplinäre Perspektiven auf ein multimodales Format“, der von Heiko Girnth und Sascha Michel herausgegeben wird.

Titel

Hier der Klappentext zum Band: Untersuchungen zu politischen Diskussionssendungen führen vielfach zu medienkritischen Einschätzungen des Formats, basierend auf der Auswahl von Themen, Gästen oder der Diskussionsführung. Medienlinguistische Analysen etwa zeigen, dass prototypische Charakteristika von Diskussionen (Themenverlauf, Sprecherwechsel etc.) hier gerade nicht erfüllt werden, die „Diskussionen“ somit eine Inszenierung darstellen. In der modernen multimedialen Zeit findet diese Inszenierung nicht mehr alleine und schwerpunktmäßig auf der Ebene der Sprache statt, sondern im multimodalen Zusammenspiel mit den Zeichensystemen Bild und Ton. In der Folge weitet sich der medienlinguistische Fokus von der Betrachtung des Kommunikats auf die Kommunikator-, Rezeptions- und Aneignungsforschung aus.
Der vorliegende Band nähert sich diesen Aspekten aus interdisziplinärer Perspektive an, indem zunächst theoretische Grundlagen zu Format und multimodaler Figuration erörtert werden. Anschließend werden empirische Analysen ausgewählter Sequenzen unterschiedlicher Polit-Talkshows zu Text-Bild- und Bild-Text-Transkriptionen sowie zum Phänomen des (Re-)Framings vorgestellt. Ein Blick auf die Rezeption und Aneignung von Multimodalität rundet den innovativen Band ab.

Die Beiträger:

Christoph Bertling, Ellen Fricke, Heiko Girnth, Emo Gotsbachner, Ernest W. B. Hess-Lüttich, Werner Holly, Angela Keppler, Josef Klein, Michael Klemm, Friedrich Krotz, Gerda Lauerbach, Marcus Maurer, Sascha Michel, Jörg-Uwe Nieland, Carsten Reinemann


Neu erschienen: Sammelband „Bildlinguistik“

Nun ist er endlich da: Der von mir zusammen mit Hajo Diekmannshenke und Hartmut Stöckl im Erich-Schmidt-Verlag herausgegebene Sammelband „Bildlinguistik. Theorien – Methoden – Fallbeispiele“ gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der medienlinguistischen Erforschung der Zusammenhänge von Bild und Sprache und der Analyse von Multimodalität im Allgemeinen.

Er richtet sich auch gezielt an Studierende und ist dementsprechend didaktisch aufbereitet, um zentrale Begriffe, theoretische Zugriffe, methodische Vorgehensweisen sowie analytische Erkenntnisse in den Anwendungsfeldern Journalismus, Film, Politik, Werbung und Wissenschaft anschaulich zu vermitteln.

Über Feedback zu diesem Band würde ich mich freuen.

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Bilder der Wissenschaft

Vor kurzem erschienen ist der Sammelband „Das Populäre. Untersuchungen zu Interaktionen und Differenzierungsstrategien in Literatur, Kultur und Sprache“, im Vandenhoeck-Verlag herausgegeben von den Romanisten Olivier Agard, Christian Helmreich und Hélène Vinckel. Er geht auf die Göttinger Tagung 2008 des französischen Germanistenverbandes AGES zurück, auf der ich damals einen Plenarvortrag halten durfte.

Meinen Beitrag „Bilder der Wissenschaft. Verbale und visuelle Inszenierungsstrategien der populären Wissenschaftspräsentation“ finden Sie unter Downloads. Er setzt sich kritisch mit der zunehmenden Bedeutung von sprachlichen und visuellen Bildern für das (populär)wissenschaftliche Erklären auseinander. Auf Kommentare bin ich gespannt.

Auch der Rest des Sammelbandes zum viel diskutierten Thema „Popularisierung“ lohnt die Lektüre. Das Inhaltsverzeichnis finden Sie im Sonderdruck meines Artikels.