Eine neue spannende Aufgabe

Der Senat der Universität Koblenz-Landau hat mich zum Wissenschaftlichen Leiter des campusübergreifenden Instituts für Wissensmedien ernannt. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dr. Peter Ferdinand und dem Landauer Kollegen Prof. Dr. Jürgen Roth werde ich mich künftig in der Kollegialen Leitung für die Weiterentwicklung des IWM engagieren. Das IWM vereint als interdisziplinäres Forschungs- und Transferinstitut die Aufgaben einer zentralen Serviceeinrichtung mit der Erforschung und der Pilotierung neuer Methoden und Werkzeuge zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre. Anwendungsgebiete sind dabei die universitäre Lehre, aber auch der Unterricht in der Schule sowie die berufliche Bildung. Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe in Lehre, Forschung und Transfer.

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„Wandel gestalten“ – Zwischenfazit im „Uniblog“

Das Modellprojekt „Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ ist abgeschlossen, das Forschungs- und Förderprojektgeht nun in seine zweite Phase unter dem Titel „Kultur im Wandel“. Gelegenheit für Programmleiter Dr. Eckhard Braun und mich, im „Uniblog“ der Universität Koblenz-Landau ein Zwischenfazit des Changemanagements in Kultureinrichtungen zu ziehen.


Neues Projekt: Kulturlandschaften digital präsentieren

Im Januar hat ein neues Forschungsprojekt begonnen: „KuLaDig – Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz (KuLaDig RLP)“. Dieses Projekt, vom Innenministerium Rheinland-Pfalz über zunächst drei Jahre mit 180.000 € gefördert, hat zum Ziel, das kulturelle Erbe insbesondere im ländlichen oder kleinstädtischen Raum von Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den betreffenden (Pilot-)Gemeinden zu erfassen und digitalisiert aufzubereiten bzw. im bereits vorhandenen Informationssystem KuLaDig (https://www.kuladig.de) des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für unterschiedlichste Verwendungszwecke von Bildung bis Tourismus verfügbar zu machen. Es kann sich dabei um Gebäude oder sonstige kulturell relevante Objekte handeln, aber auch um zusammenhängende Kulturlandschaften oder immaterielles Kulturerbe. Es geht auch darum, in den betreffenden Gemeinden einen Diskussionsprozess mit allen Beteiligten über kulturelle Identität und (moderne) Heimatkonzepte anzustoßen bzw. zu moderieren.

Erfasst werden diese Objekte im Rahmen der Recherchen von studentischen Gruppen in Lehr-Lern-Projekten – unter Leitung des Projektteams und in enger Kooperation mit Ansprechpartnern und Multiplikatoren vor Ort. Durch die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen, Bildungseinrichtungen etc. soll ein auf lokale Identitätsbildung gerichtetes bürgerschaftliches Engagement in der Fläche angeregt und gezielt wie nachhaltig unterstützt werden. Ziel ist deshalb auch, im Rahmen eines Partnernetzwerks über Pilotprojekte Strukturen und Prozeduren zu entwickeln, die eine selbständige Fortführung durch die Kommunen und regionalen Verbände auf der Grundlage von Leitfäden ermöglichen – als Hilfe zur Selbsthilfe, was durch die Offenheit der Plattform KuLaDig für solche Initiativen gewährleistet ist.


Fortsetzung des Changemanagement-Projekts

Es kann weitergehen mit dem Changemanagement in Kultureinrichtungen der Freien Szene: Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz hat für 2019 das Programm „Kultur im Wandel“ genehmigt. Dieses baut auf den Erkenntnissen unseres Projekts „Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen. Changemanagement für die freie Szene Rheinland-Pfalz“ auf und setzt dieses in modifizierter und erweiterter Form fort. Während das erste Förderprogramm als Modell- und Forschungsprojekt Problemfelder beim Wandel von Kultureinrichtungen identifiziert und auf Grundlage von intensiven Einzelbetreuungen Lösungsmodelle entwickelt hat, wird das zweite Programm in konzentrierter Weise die herausgearbeiteten Modelle und Formate eines gelingenden Changemanagements einerseits zur Festigung des bisher Erreichten einsetzen und sie andererseits zum Erfahrungstransfer für einen größeren Kreis von Kulturträgern der Freien Szene und junger nachrückender Akteure in Rheinland-Pfalz zur Anwendung anbieten. Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz sowie die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur haben beide Projekte mit bislang insgesamt 390.500 € gefördert – eine weitere Förderungüber 2019 hinaus ist geplant.

Das Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau, das unter meiner Leitung auch dieses zweite Programm umsetzen und Begleitforschung betreiben wird, regt damit noch grundlegender als in der bisherigen Einzelförderung Transformationsprozesse an, steuert und begleitet sie und fördert damit den Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Praxis und umgekehrt. Dies eröffnet innovative Gestaltungsmöglichkeiten einer teilhabeorientierten Kulturarbeit.


„Digitale Kompetenz“ – Artikel erschienen

Gerade erschienen ist ein Artikel in der Pädagogischen Rundschau zum Thema „Digitale Kompetenz“. Der Beitrag – im Rahmen des Themenhefts „Rhetorik und Pädagogik“ – stellt anhand geläufiger Sozialer Medien (u.a. Blogs/Vlogs, Twitter, Instagram) bzw. typischer Kommunikate (u.a. Meme) heutige kommunikative und rhetorische Anforderungen vor. Er plädiert dafür, diese Phänomene einerseits kritisch im Unterricht zu behandeln, um die Analysekompetenz zu stärken; sie aber auch andererseits produktiv im Projektunterricht einzusetzen. Deutlich wird, dass „digitale Kompetenzen“ auf dem Gebiet von Kommunikation und Rhetorik heute sehr vielfältig sein müssen und sprachliche wie audiovisuelle Ausdrucksformen in je spezifischer Ausprägung umfassen.


Vorfreude auf die „Audiovisuelle Rhetorik brisanter Diskurse“

AudiovisuelleRhetorikPlakatVom 8. bis 10. Juni 2018 findet am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau die Tagung „Audiovisuelle Rhetorik brisanter Diskurse“ statt. WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen diskutieren an drei Tagen, wie aktuelle brisante Themen – zum Beispiel Neue Rechte, Populismus, „Flüchtlingskrise“, „Fake News“, „Hate Speech“ – in Wort, Bild und Ton rhetorisch aufbereitet werden. Dazu gehören unter anderem Werbeplakate und Wahlwerbespots, Propagandamaterial und politisches Design im Allgemeinen, die in Vorträgen und interaktiven Datensitzungen analysiert und diskutiert werden. Die Tagung findet in den Räumen des Campus Koblenz in F313 und F314 statt.

Im Rahmen der Tagung findet am Samstag, dem 9. Juni, um 19 Uhr ein Vortrag mit anschließender Diskussion im Museum Ludwig (Danziger Freiheit 1 in Nähe des Deutschen Ecks) statt: Der Publizist und Pädagoge Prof. Dr. Micha Brumlik referiert zum Diskurs der ‚Neuen Rechten’.

Die Tagung wird vom Seminar Medienwissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft in Kooperation mit dem Schwerpunkt Rhetorik der Universität Koblenz-Landau unter der Leitung von apl. Prof. Dr. Francesca Vidal und Prof. Dr. Michael Klemm veranstaltet. Bei der Planung und Durchführung der Tagung werden sie von Studierenden des Koblenzer Masterstudiengangs Kulturwissenschaft unterstützt. Die Tagung ist zudem Teil der Koblenzer Demokratiewochen.

Der Eintritt zur gesamten Tagung ist frei, um Anmeldung über die Website wird gebeten.


Multimodale Kulturgeschichte(n)

Soeben herausgekommen: Der Band „Schneller, bunter, leichter. Kommunikationsstile im medialen Wandel“, herausgegeben von Lisa Blasch, Daniel Pfurtscheller und Thomas Schröder bei Innsbruck University Press, vereint neben grundlegenden Reflexionen zahlreiche empirisch fundierte Fallbeispiele des aktuellen und historischen Medienwandel. Unter anderem geht es um Tendenzen des Journalismus im Zuge der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise, um Boulevardisierung und Storytelling, um (neue) multimodale Formate wie Spielshows, Reportagen und Dokumentationen, um die mediale Aufbereitung von Diskursen, um den Sprach- und Stilwandel in Zeitungen oder Anleitungen, zudem um partizipative Potenziale journalistischer Online-Medien, aber auch in der Museumskommunikation. Mein eigener Beitrag beschäftigt sich mit dem strukturellen und inhaltlichen Wandel der ARD-Jahresrückblicke seit 1952, der als eine Art „multimodale Kulturgeschichte“ der Bundesrepublik rekonstruiert werden kann: Jeder Zeitabschnitt steht für andere Formen und Funktionen kollektiven Erinnerns, aber auch unterschiedliche redaktionelle „Erinnerungspolitiken“, wie an zahlreichen Beispielen aus sechs Jahrzehnten gezeigt wird.


Social-Media-Rhetorik

Gerade erschienen ist das Jahrbuch Rhetorik, Band 36, zum Rahmenthema „Rhetorik im digitalen Zeitalter“. Darin auch ein Beitrag von mir, in dem ich Grundzüge einer „Social-Media-Rhetorik“ am Beispiel von Bloggen/Vloggen, Twittern, Posten (in Facebook oder Instagram) oder Meme erstellen skizziere, immer im Hinblick auf die Rahmenbedingungen und ‚Ideologien‘ der jeweiligen Kommunikationsform. Andere Beiträge befassen sich mit der „Rhetorik der Daten“, mit Reden in digitalen Zeiten und Powerpoint, mit Storytelling in Ausstellungskonzepten, mir Reiseberichten in Instagram oder einer rhetorischen Design-Analyse. Insgesamt zeigen die Beiträge, welche Potenziale und Relevanz eine (moderne) rhetorische Analyse digitaler Kommunikation besitzt.


Bilder der Demokratie und des Populismus

Gerade erschienen ist der Tagungsband zum Kulturpolitischen Forum an der Evangelischen Akademie Tutzing im März 2017, das sich mit dem Thema „Politisches Design – Demokratie gestalten“ beschäftigt hat. Darin auch mein Beitrag Audiovisuelle Inszenierungen der Demokratie – und/oder des Populismus? Zur Analyse und Interpretation audiovisueller Politik im interkulturellen Vergleich. Auch die anderen Beiträge dieses interdisziplinären Bandes mit Diskussionsimpulsen von Architekten, Designern, Städteplanern, Kulturschaffenden, Künstlern, Politikern, Kommunikations- und Sprachwissenschaftlern wie auch Praktikern sind äußerst lesenswert. Ein Thema mit Zukunft.


„Hochschulperle“ für unser Forschungsprojekt

Ehrenvolle Auszeichnung: Das von Dr. Eckhard Braun und mir geleitete Forschungsprojekt „Den Wandel gestalten“ wurde vom Stifterverband mit der „Hochschulperle“ für den Monat August 2017 ausgezeichnet. Mit dem Preis honoriert der Stifterverband Projekte, „die wissenschaftliche und externe Partner auf außergewöhnliche Weise zusammenbringen, einen Mehrwert durch Kooperation ermöglichen und vor allem neue Impulse für Forschung und Lehre geben“. Der Stifterverband möchte 2017 die vielfältigen und innovativen Schnittstellen von Hochschulen zu gesellschaftlichen Partnern sichtbar werden lassen. Die Begründung der Jury: „Ein überzeugender Ansatz, der nicht auf radikale Neuerungen, sondern auf Anpassung und Weiterentwicklung bestehender Strukturen und Prozesse setzt. Beispielhaft ist hier die Zusammenarbeit zwischen den Kulturbetrieben und der Hochschule, die wiederum ihre Studierenden frühzeitig miteinbezieht.“
Wir unterstützen in unserem Projekt Kulturbetriebe der Freien Szene in ganz Rheinland-Pfalz bei vielfältigen Aspekten des Wandels. Unser Projekt läuft seit November 2015 und ist vor kurzem vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kunst bis Ende 2017 (mit mündlicher Zusage bis Ende 2018) verlängert worden. Mehr dazu auf unserer Projektseite.